Einsatzabteilung

 

Allgemeines


Die Einsatzabteilung der Feuerwehr Horb Abteilung Horb-Stadt besteht derzeit (Stand Januar 2014) aus 53 Aktiven Feuerwehrleuten. Hinzu kommen noch 14 Doppeldienstler, d.h. Feuerwehrleute, die ihren Dienst bei einer Abteilung der Feuerwehr Horb verrichten und zusätzlich zu Ausbildungen und Einsätzen der Abteilung Horb-Stadt kommen. Meist ist dies durch eine Arbeitsstelle in Horb o.ä. begründet.

Neben den ca. 120 Einsätzen pro Jahr, kommen die Feuerwehrleute zu ungefähr 20 Übungen sowie weiteren kameradschaftlichen Aktivitäten zusammen. Für diejenigen Kameradinnen und Kameraden, welche sich noch in einer oder mehreren Sondereinheiten betätigen kommen zusätzliche Dienste dazu. Ebenso für die Kameraden die zusätzlich zum "normalen" Feuerwehrdienst weitere Funktionen wie Atemschutzgeräteträger, Maschinist oder Gruppen-/Zugführer wahrnehmen. Die ständigen Aus- und Fortbildungen sind unerlässlich, um mit der umfangreichen Technik den ständig wachsenden Anforderungen des Einsatzdienstes gerecht zu werden.

 

Einsatzablauf


Kommt es zu einem Notfall, so erreichen die Bürger im Landkreis Freudenstadt über den Notruf 112 die Integrierte Leitstelle Freudenstadt. "Integrierte Leitstelle" bedeutet dabei, dass dort sowohl Feuerwehr, als auch der Rettungsdienst aus einer Hand koordiniert werden. Dort werden die notwendigen Informationen zum jeweiligen Notfall abgefragt und dann die zuständigen Einheiten alarmiert. Die Alarmierung von Feuerwehren und Rettungsdienst erfolgt im Landkreis Freudenstadt über digitale Meldeempfänger (DME).

 

Melder_BMAJeder Feuerwehrmann ist mit einem DME ausgerüstet, so dass er jederzeit zum Einsatz gerufen werden kann. Denn die freiwilligen Feuerwehrleute der Feuerwehr Horb können nicht wissen, wann es zu einem Einsatz kommt. Egal ob während der Arbeit, zu Hause oder unterwegs, jederzeit kann eine Alarmierung den Tagesablauf unterbrechen. Dann müssen die Feuerwehrleute so schnell es ihnen möglich ist zum Feuerwehrhaus kommen, die Schutzkleidung anlegen und die entsprechenden Einsatzfahrzeuge besetzen. In der Regel benötigen die Feuerwehrleute dafür zwei bis sechs Minuten, das ist schnell wenn man sich überlegt, wie lange man beispielsweise aus dem Bett bis zum Bäcker braucht. Wenn man jedoch in einer Notsituation auf Hilfe wartet, kommt einem jede Minute extrem lang vor und die Einsatzkräfte können gar nicht früh genug eintreffen.

 

EinsatzfahrtSind die Einsatzfahrzeuge besetzt, so erhält die Leitstelle eine Rückmeldung darüber, welche Fahrzeuge unterwegs sind und die Kräfte bahnen sich unter Nutzung von Sonder- und Wegerecht ihren Weg durch den Straßenverkehr. Dabei kann jeder mithelfen die Zeitspanne bis zum Eintreffen der Einsatzkräfte so gering wie möglich zu halten: Einerseits können alle Autofahrer durch rechtzeitiges Platz machen (rechts heran fahren und blinken) die Einsatzfahrt erleichtern. Andererseits sollten sich alle Autofahrer beim Parken (auch wenn es wirklich nicht lange dauert...) überlegen, ob die Müllabfuhr an dieser Stelle noch problemlos vorbei käme. Denn so viel Platz benötigt auch die Feuerwehr mit ihren Einsatzfahrzeugen, nur dass wir es in der Regel etwas eiliger haben.

 

ZFAn der Einsatzstelle angekommen beginnt die eigentliche Arbeit der Feuerwehr: Zu Beginn wird immer die Lage erkundet. Das heißt der erste Gruppen- und/oder Zugführer sammelt all die Informationen die unmittelbar benötigt werden. So muss er beispielsweise in Erfahrung bringen, was für ein Ereignis genau vorliegt, ob Menschen oder Tiere in Gefahr sind, von wo man am besten an die Einsatzstelle gelangt, mit welchem Gerät die Aufgaben am besten zu lösen sind und wieviele Einsatzkräfte voraussichtlich benötigt werden. Während diese Informationen eingeholt werden, beginnt die Mannschaft standardmäßig damit die Einsatzstelle abzusichern und sich auszurüsten, beispielsweise mit Atemschutzgeräten. Danach werden an die einzelnen Trupps Aufträge erteilt, nachrückende Einheiten eingewiesen und die Leitstelle über die vorgefundene Lage und die eingeleiteten Maßnahmen informiert. Dieser Ablauf erfolgt immer nach dem selben Schema, während sich die Maßnahmen, je nach Lage, stark unterscheiden können.

 

Sind alle Gefahren an der Einsatzstelle gebannt, so bauen die Einsatzkräfte das eingesetzte Gerät zurück und verlasten es wieder auf den Einsatzfahrzeugen. Danach, im Feuerwehrhaus, stehen noch einige Nacharbeiten an, um für zukünftige Einsätze wieder optimal gerüstet zu sein: Neben den Einsatzfahrzeugen müssen einige Aggregate betankt werden, die Atemschutzgeräte gereinigt und überprüft, die Atemluftflaschen wieder befüllt werden. Benutzte Schläuche werden zum Reinigen gebracht, die Akkus der Funkgeräte, Handlampen und Messgeräte durch geladene ausgetauscht. So kann es je nach Umfang eines Einsatzes noch mehrere Stunden in Anspruch nehmen bis die Feuerwehrleute zu ihrem gewohnten Tagesablauf zurückkehren können. Da man nie wissen kann, wann der nächste Einsatz ansteht muss alles jederzeit bestmöglich funktionieren.

 

All dies wird in Horb ausschließlich von freiwilligen Feuerwehrleuten geleistet. Diese gehen in der Regel einem gänzlich anderen Beruf nach, um im Alarmfall alles stehen und liegen zu lassen um anderen zu helfen. Für diese anspruchsvolle, äußerst wichtige und sinnvolle Betätigung suchen wir jedezeit Unterstützung! Mehr dazu findet Ihr unter "Mitmachen".

 

Aufgaben


Das Einsatzspektrum, welches dabei von den freiwilligen Feuerwehrleuten heute abgedeckt wird, besteht aus weit mehr als der klassischen Brandbekämpfung. So wird die Feuerwehr zu einer Vielzahl an Notfällen zu Hilfe gerufen:

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  • Brände (Schadenfeuer)

     

  • Rettung von Menschen aus lebensbedrohlichen Lagen
    • Verkehrsunfälle
    • Abgestürzte Personen
    • Eingeklemmte Personen (z.B. in Maschinen)
    • Unterstützung des Rettungsdienstes
    • Person in Gewässer

       

  • Rettung von Tieren

     

  • Weitere technische Hilfeleistungen
    • Notfalltüröffnungen
    • Person im Aufzug
    • Wasserschäden
    • Sturmschäden

       

  • Umweltschutz
    • Abdichten leckgeschlagener Gefahrgutbehälter
    • Aufnehmen ausgelaufener Gefahrstoffe
    • Durchführen von Messungen

       

  • und vieles mehr...

 

Zur Abarbeitung dieser und weiterer Einsatzlagen sind entsprechende Einheiten der Feuerwehr aufgestellt:

Die Einsatzabteilung Horb-Stadt, stellt den sogenannten Löschzug für Brandeinsätze im Bereich der Kernstadt, Hohenberg, Ihlingen und Isenburg bzw. ergänzt die Abteilungen bei Bränden in den Teilgemeinden. Auch mögliche Überlandhilfen mit dem Löschzug, oder aber Sonderfahrzeugen wie der Drehleiter oder Schlauchwagen, fallen in das Einsatzspektrum der Einsatzabteilung Horb-Stadt.

Der Löschzug der Feuerwehr Horb Abteilung Horb-Stadt:

1-11 Minipic1-44 Minipic1-33 Minipic1-45 Minipic

 

Der sogenannte Rüstzug der Feuerwehr Horb ist ebenfalls bei der Abteilung Horb-Stadt stationiert. Diese Aufgabe wird im gesamten Stadtgebiet von der Einsatzabteilung Horb-Stadt übernommen. Je nach Lage werden örtliche Einheiten auch mit Spezialgeräten unterstützt, wie sie beispielsweise der Rüstwagen bietet.

Der Rüstzug der Feuerwehr Horb Abteilung Horb-Stadt:

1-50 Minipic1-11 Minipic1-24 Minipic1-52 Minipic1-19-1 Minipic

 

siehe auch "Aufgaben"